Warum zieht es die Menschen in die Städte? Warum kann man sich kaum noch die Miete für eine Wohnung in der Stadt leisten? Haben Mietpreisdeckel denn überhaupt nichts gebracht?
Wenn ein Westdeutscher einen Zettel an die Ampel klebt: Suche für meine kleine Familie eine Dreiraumwohnung, zahle 1300 Euro, dann reiße ich diesen Zettel ab. Nicht weil ich Kinder hasse oder Westdeutsche nicht mag, sondern weil ich noch bis vor kurzen für eine Dreiraumwohnung die Hälfte gezahlt habe und solche Leute, die zugezogenen die Hauptverantwortlichen sind für den Mietwucher in der Stadt.
Denn sie ziehen mit ihrem Geld hier her in den Osten, wo noch viele unsanierte Altbauten stehen und treiben durch das viele hin und her Geziehe, die Mieten nach oben. Der Vermieter darf bei jedem Neueinzug nämlich die Miete anpassen, meistens um 30%. Dadurch werden die alt eingesessenen verdrängt und finden oft keine Wohnung mehr, die sie noch bezahlen können.
Innerhalb von wenigen Jahren haben sich die Mieten daher verdoppelt. Ein nicht tragbarer Zustand. Neureiche Bürger aus dem Westen, haben zudem einen entschiedenen Vorteil: Sie hatten nie einen Mangel, weder an Gütern, noch an Bildung. Sie haben gut bezahlte Jobs. Leider sind sie rücksichtslos und egoistisch, wenn sie in eine schöne große Altbauwohnung im Osten ziehen wollen und dafür einen Wucherpreis zahlen wollen. Wenn die Miete in einem Gebäude steigt, passen sich alle anderen Mieten in dem Bezirk daran einfach an und schon, kann sich kaum ein Berliner mehr die Miete für eine Wohnung leisten, weil diese jetzt vor allem von neureichen Westdeutschen bewohnt werden.
Was ich sagen will: Nicht irgendeine Hausverwaltung ist für die Wuchermieten verantwortlich, sondern die Bewohner selbst, da sie von Anfang an bereit waren diese Mieten zu zahlen.