Mein letzter Clubbesuch, der Überwindung gekostet hat, war rein zufällig in einer langen Nacht, die zum Übergang zum Morgen wurde, indem ich mit dem Rollstuhl Berlin erkundigte und bei der Fiesen Remise ankam, die versteckt im Zentrum Berlins zu finden war. Der Sonnenaufgang war gerade vorüber und ich rollte zum Eingang, um höflich nachzufragen ob mir der Eintritt gewährt wird. Nach kurzer Besprechung mit dem Chef wurde mir gestattet an der Kasse vorbei in den Club zu treten. (Chef bezahlte meinen Eintritt J – Vielen Dank nochmal an dieser Stelle!)
Draußen war es immernoch sommerlich warm und ich erkundete noch relativ hübsch den Club und begann gleich damit Gespräche zu suchen und der Musik zu lauschen. Viele liebe Personen waren an dem Morgen noch Inside und es wurde ein sehr schöner recht spontaner Vormittag. Auf dem Musikfloor angekommen begann ich damit mich zu bewegen und den Tönen zu folgen. Zumindest war der gesamte Club recht barrierefrei und es konnte sich gut zurechtgefunden werden. Die Lokalitäten waren, wie meist in einem Technoclub, fantasiereich bemalt und gestaltet. Der überschaubare Außenbereich war mit genug Sitzplätzen gestaltet, ausgestattet und recht gut besucht. Die Gespräche waren im vollen Gange und alle Gäste waren sehr freundlich mir gegenüber. Nach mehreren Unterhaltungen, begann ich meinen Rollstuhl zu verlassen und mich auf die Couch zu setzen. Entspannt und berauscht von der Musik, chillte ich den gesamten Morgen mit einzelnen vorüberkommenden Leuten. Dann nach einer gewissen Zeit beschloss ich den Club zu verlassen und mich nach Hause zu bewegen.
Kat-Ion ist die neue Kolumnistin der Sugar Satire. Hier schreibt sie über ihre Erfahrungen, die sie mit Handi Cap und einer Leidenschaft für Berliner Clubs, gemacht hat. Leider musste die Fiese Remise kurz danach die Schotten runter klappen und sucht nun nach einer neuen Location.