Peri Planeta nennt sich selbst einen Verlag für Independent Publishing; Das heißt so viel wie: Hier können sie auch Bücher kaufen, die nicht vom Spiegel oder anderen bewertet wurden. Außerdem ist die Geschäftsstelle in Berlin Prenzlauer Berg gleichzeitig Buchladen, Kneipe und Lesebühne.
Ich war zur monatlichen Montagslesung abends um 20 Uhr einmal dort gewesen. Die Veranstaltung ist zunächst kostenlos. Es gibt also keinen festen Preis für den Besuch der Veranstaltung. Dennoch hat uns die Anmoderation darauf hingewiesen, bitte eine großzügige Spende am Eingang zu hinterlassen.
Ich und meine Begleitung haben es allerdings nicht bis zum Schluss durchgehalten. Wir erlebten eine Lesung von einer Dame, die mit Jodie Foster Ähnlichkeit hat und eine Gesangseinlage mit Gitarre, wie eine Nachahmung eines berühmten andren Sängers.
Peri Planeta bringt regelmäßig eine Anthologie heraus mit einem bestimmten Titelschwerpunkt. Dieses Mal war es das Thema „Hurenkinder“. Eine literarische Bezeichnung für Sätze, die einsam und verlassen auf der letzten Seite eines Absatzes stehen.
Ich habe mich nur gefragt, woher der Verlag eigentlich das ganze Geld hat für seine VÖs nimmt und warum die Anmoderation so schlecht war. Macht die Arbeit dort etwa keinen Spaß? Oder musste die Anmoderation bisher alles aus eigener Tasche zahlen?
Ursprünglich habe ich damit gerechnet, dass auch ich hier eines Tages Publizieren darf. Aber ehrlich: Ich habe nach diesem Besuch nicht mehr wirklich Lust das zu tun. Warum kann ich eigentlich nicht sagen. Mir ist aufgefallen das Peri Planeta extrem wenig Werbung macht, und das obwohl sie bereits seit 10 Jahren existieren.
Wenn ich mal was sagen darf: Wie viele Autoren gibt es eigentlich in unserer Stadt. Man verliert ja den Durchblick. Also: Wenn ich noch mal her komme, dann bestimmt nicht wegen Wein und Bier und Büchern. Ich komm nur noch her, wenn eine schöne Jungfrau hier raus geholt und gerettet werden muss.