Das Bauhaus war eine Bildungseinrichtung, in der man ab 1919 alle Künste – von der Töpferei über die Bildhauerei bis hin zur Malerei – erlernen konnte. Das Fach Fotografie wurde erst später eingeführt, etwa nach dem Ersten Weltkrieg. Die Fotografinnen, die sich dann dort einschrieben, hatten oft bereits einschlägige Ausbildungen in diesem Bereich absolviert. Sie sahen sich eher als Handwerkerinnen und trugen passende Arbeitsbekleidung. Zudem verstand sich die Fotografie damals als Konkurrenz zur Malerei. Im Eingangsbereich der Ausstellung „Die Bauhaus-Fotografinnen” befinden sich diverse Selbstporträts von Gertrud Arndt, die wie eine Urform der heutigen Selfies wirken. Daneben sind Selbstporträts von Marianne Brandt zu sehen, die 1933 nach Paris floh. Hier werden ausschließlich Studienarbeiten gezeigt. Die Themen reichen von Migration und Landleben über großflächige Porträts von Prominenten bis hin zur Architektur. Während anfangs vor allem ästhetische Arrangements fotografiert wurden, kamen später die Stile Collage und Dokumentation hinzu. Auf der Website der Ausstellung kann man Schülermeinungen zu 14 der gezeigten Werke nachhören. Außerdem gibt es ein paar interaktive Stationen, was für Schulklassen besonders spannend ist.
mehr Infos zur Ausstellung: Die Bauhaus-Fotografinnen im Museum für Fotografie Seite der SMB