Autorin: Güner Yasemin Balci
Wir dachten, wir sind auf alles gefasst, nachdem wir den Lesertipp auf dem Cover gelesen haben. Aber es kam anders. Wir sitzen fest im Gewissen des Protagonisten Rashid. Und dieser Protagonist ist alles andere als ein Held. Er ist der Böse. Die Autorin hat wahrscheinlich alles Schlechte und Üble, was die Jungen dieser arabischen Parallelgesellschaft in Berlin Neukölln anstellen, bis en Detail heraus gearbeitet und es ihrem Schützling untergejubelt. Wir sind Zeuge diverser Vergewaltigungen, Raubüberfälle und trotzigem, starrsinnigen Benehmens. Rashid wird vermöbelt, aber Rashid ist selbst eine Kakerlake, der man wirklich niemals selbst begegnen möchte. Dieses Buch ist nichts für schwache Gemüter, es erzählt schonungslos vom äußersten Rand der deutschen Gesellschaft und zeigt auf, dass die Flüchtlingspolitik es von Anfang an versäumt hat, mit ihren Opfern zu sprechen.