Ach, sind das diese Filmchen von You-Tube Bloggern, die mir zeigen wollen, wie sie das mit dem Lidschatten hinbekommen haben? Nee, oder vielleicht auch diese Spots von dicken Männern, die zurück ins Wasser fallen, weil der riesen Gummivogel sie abgeworfen hat. Mann, das kann ja auch was mit Tieren sein, oder ein Aerobic-Video. Kann ja fast alles sein, auf You Tube…
Ist es aber nicht. Bei einer 70er Jahre Retroveranstaltung muss man beim Workshop „Animationskurzfilme“ einiges Filmen, um es einen Animationskurzfilm nennen zu dürfen. Sagen wir, so ein Kurzfilm ist durchschnittlich 6 Minuten lang. Darin wird mir so allerhand gezeigt: Abgedrehtes, Lustiges, Gefährliches, Trauriges, Grafisches…
Ich muss erst einmal klar stellen, dass fast alle Medien, die wir heute noch nutzen, erst in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts entstanden sind. Darunter zählen neben Tapedecks und E-Gitarren eben auch: Animationsfilme.
Animation ist Trick. Es ist nur ein anderes Wort, um zu beschreiben, dass man hier einen Gegenstand oder ein Motiv, das normalerweise starr und unbeweglich ist, zum Leben erweckt, indem man es in verschiedenen Positionen ablichtet.
Damit daraus ein Film werden kann, brauche ich hunderte, tausende Bilder von demselben Gegenstand in leicht veränderten Positionen.
Wenn du also nur den Lidschatten verändert hast, bräuchtest du trotzdem von jedem einzelnen Pinselschwung ein Foto, damit es ein Animationskurzfilm wird.
Idee: Mach extrem viele sehr ähnliche Selfies, am besten mit einem kleinen Stativ, und füge sie dann in einem kleinen Schnittprogramm so aneinander, dass du beim Betrachten des Films eine Bewegung erkennst. Dann hast du eine animierte Selfie-Movie-Collage!
Kurzfilme kannst du auch beim Kurzfilmfestival oder bei der Berlinale einreichen. Die Chancen stehen sehr gut, dass du bald selbst Fragen von Journalisten beantworten darfst.