Wie oft haben wir davon geträumt, Cheesecakes und Muffins und Cupcakes für die Freundinnen zu machen. Und dann schickt uns eine Cousine aus England etwas, das kannten wir so noch nicht: Einen Cupcake für die Badewanne. Die typisch englische Spezialität duftet so wunderbar und sieht so fantastisch aus, dass wir das jetzt öfter haben wollen. Im Internet gibt es einige Rezepte, die Dinger selber zu machen, oder auch zu kaufen (z.B. von Badefee).
Also, schauen wir erstmal bei REWE nach den Zutaten: Sheabutter, Kakaobutter, Kokosöl, Magermilchpulver, Speisestärke, Zitronensäure, Natron, Lebensmittelfarbe, Kosmetikparfüm, Spritztülle und Muffinförmchen.
Leider gibt es das alles nicht unbedingt dort. Wenn wir wirklich reinste Zutaten haben wollen, müssten wir noch mal zum Bioladen nebenan.
Doch stur und Action-geil legen wir los mit Kokosmilch, Speisestärke, Natron, Zitronensäure, Lebensmittelfarbe und Kosmetikparfüm, das wir noch hatten vom Duftstoffe herstellen. Wir versuchen sogar, ein Stück Seife aus Karitébutter zu schmelzen.
Das Ergebnis ist eine kleine Schaumexplosion im Kühlschrank. Nur Dussel wollen da noch reinbeißen oder baden gehen oder es in einem hübschen Tütchen verschenken. Der ganze Kühlschrank ist jetzt voller Badeschaum! Natürlich lässt sich Seife nicht schmelzen und Kokosmilch besteht nun mal zum größten Teil aus Wasser, was wiederum dazu führt, dass sich das Natron schon im Förmchen ausdehnt.
Nein, wenn wir wirklich die angegebenen Zutaten nehmen wollen, müssen wir für ca. 6 relativ große Badebomben wesentlich tiefer in die Tasche greifen. Also, wenn Sie jemanden finden, dessen Badebomben unter 5 Euro kosten, ist an der Sache definitiv was faul.