„Also, ich hätte ja gern lustige Sprüche auf meiner Zigarettenpackung“, sagte eines Tages mein buckliger, humpelnder Kollege aus dem fernen Franken.
Es war klar, dass er damit sagen wollte: Also, wenn du schon Grafikerin sein willst, dann lass dir schleunigst mal was einfallen, diesen unästhetischen Wahnsinn, dem Raucher ausgesetzt sind, etwas entgegen zu setzen.
Also habe ich ein Jahr lang damit verbracht, mir lustige Rauchersprüche auszudenken.
Währenddessen holte ich verschiedene Angebote ein, um diese Sprüche auf entsprechende Sticker drucken zu lassen. Alle Druckereien gingen davon aus, dass ich bereits über die von der BZgA verwendete Schriftart verfüge, die Schachteln und Päckchen ausgemessen hätte und viele schöne PDFs angefertigt hätte, die man nur noch auf passendem Papier durch den Drucker jagen brauchte, und wollten dafür allen Ernstes noch Geld haben.
Nun, also stand ich wieder am Anfang.
Ein erster heimischer Ausdruck stellte sich als machbar, aber dennoch unverwendbar heraus. Ich hatte einfach quadratische Etiketten bei Amazon bestellt und mit Word ein Standardetikettenformat erstellt. Heraus kamen total deformierte, versaute Etiketten, da hier nichts miteinander kompatibel war.
Und dann kam die Lösung. Zur gleichen Zeit hat eine Einzelkämpferin (deren Name wahrscheinlich keiner kennt) an der Kunsthochschule Weißensee im Studiengang Visuelle Kommunikation eine Mini Software entwickelt, die sie als Freeware im Internet anbot. Mit Hilfe dieses kleinen Tools sollte es nun möglich sein, seine Sprüche direkt in ein standardisiertes Format zu bringen und …
Wie zu erwarten war, gab es keine richtige Druckausgabe für diese Etiketten. Irgendwie war das Ganze nicht zu Ende gedacht. Denn soweit war ich schließlich auch schon mal.
Also, da ich jetzt den rasanten Aufstieg der Nichtrauchenden Elite nicht mehr aufhalten kann, muss ich wohl kapitulieren und kann allen meinen rauchenden Freunden nur raten:
Schafft euch Zigarettenhüllen an. Die sind hübsch und bunt und kosten nicht viel.